Der erste Wettbewerb des World Cups ist nun Vergangenheit
Es berichtet Jochen Rehbein (Referent für Öffentlichkeitsarbeit) ![]()
Am Sonntag wurden die ersten Medaillen des World Cups 2026 in Brunnthal bei München vergeben. Manon Clement aus Frankreich sowie Jovi Ma aus Hongkong dürfen sich nun World Cup Sieger nennen. Es ist Zeit für ein erstes Resümee.
Für mich – als Trainer – sind internationale Wettbewerbe ein Familienfest. Es ist einfach toll, wenn viele (Bowling-)Verrückte aufeinandertreffen. Egal, ob Spieler oder Trainer.
Aus deutscher, rein sportlicher Sicht kann man die Leistung von Nadine Meier und Tobias Börding hervorheben. Beide konnten sich in ihren Vorrundengruppen durchsetzen und so die Zwischenrunde der Top 32 erreichen. Leider verloren beide dort ihre Matches sehr unglücklich.
Allgemein sind die Ergebnisse vom Schnitt her eher überschaubar. Das Ölbild und vielleicht auch die Seilzugtechnologie machen es den Spielern nicht leicht. Ausnahmen gibt es natürlich immer. So im Einzelfinale der Top 16 der Herren, als Lukas Jelinek (CZS) auf Robin Ilhammar (SWE) traf. Spiel 1 gewann Lukas mit 257:235, Spiel 2 ging an Robin mit 276:252. Beide Spieler hatten also nach zwei Spielen mehr als 250 Schnitt. Auf den übrigen Bahnen war weit und breit kein Zwei-Spiele-Ergebnis von über 500 zu erkennen. Robin entschied mit 225:166 Spiel 3 für sich. Kurz: Hier gab es vorab schon ein kleines, spannendes Endspiel. Nur halt zu früh.
Natürlich gibt es mal den einen oder anderen Unmut, gerade wenn die Leistung nicht passt oder ein Bahnstopp mal „zu lange” dauert. Auch als der Zeitplan am Mittwoch und Donnerstag sich eher als Wunschgedanke entpuppte und der Wettbewerb bis 2 Uhr und länger dauerte, war die Stimmung an sich immer noch gut. Hier kann man den Helfern und Mitarbeitern von BBU und Max-Bowling ein Kompliment aussprechen. Sie konnten so manchen Anflug von Zorn hervorragend und lächelnd entwaffnen.
Einen faden Beigeschmack hatte das Aufeinandertreffen des israelischen Teams mit einigen arabischen Teams. Ausdrücklich ist zu erwähnen, dass die Sportler an sich da weniger ein Thema miteinander haben. Nach meinem Kenntnisstand haben vielmehr die Regierungen mehrerer arabischer Länder untersagt, gegen Israel anzutreten. So spielte Israel mindestens dreimal ohne Gegner, was den Wettbewerb zudem verzerrte. Beinahe wäre es sogar zu einem Roll Off um den Einzug in die Top 32 zwischen Israel und Katar gekommen. Wie dieser ausgegangen wäre, werden wir leider nie erfahren.
Von diesen Begleitumständen abgesehen ist dieser World Cup ein Fest, bei dem Nationen zusammenstehen und sich auch gegenseitig feiern. Die Stimmung der mitgereisten Fans lässt die Halle beben. Das allein zeigt, dass der Bowlingsport, wie jeder andere Sport auch, verbindet.
Hier mehr über den IBF Word Cup 2026
Ergebnisse
Bildergalerien![]()








