Neue Meister, alte Meister und jede Menge Spannung in Leipzig
Es berichten Reingard Backhaus (Team Medien) und
Sven Dobratz (Spielleiter Bundesliga) ![]()
Volles Haus, beste Stimmung und Bowling auf höchstem Niveau: Im BowlPlay Leipzig wurden die Deutschen Clubmeister 2026 ermittelt und die letzten Tickets für die kommende Erstliga-Saison vergeben. Die Zuschauer bekamen dabei alles geboten, was ein Bundesliga-Finale ausmacht – enge Entscheidungen, starke Aufholjagden und verdiente Sieger.
Für die Überraschung des Tages sorgten die Damen des VfL Wolfsburg. Im Halbfinale gegen den FTG BC Frankfurt sah es zunächst nicht nach einem Finaleinzug aus. Frankfurt gewann beide Baker-Spiele sowie das erste Teamspiel und hatte die Partie zunächst im Griff. Doch Wolfsburg kämpfte sich zurück, steigerte sich von Spiel zu Spiel und drehte die Begegnung noch zu seinen Gunsten.
Im zweiten Halbfinale machte der amtierende Deutsche Meister BSC Kraftwerk Berlin kurzen Prozess. Gegen den BV 77 Frankfurt ließen die Berlinerinnen nichts anbrennen und zogen souverän ins Endspiel ein.
Dort wartete schließlich die wohl spannendste Begegnung des Tages. Während auf den anderen Bahnen die Entscheidungen längst gefallen waren, kämpften Berlin und Wolfsburg noch um jeden Punkt. Die Zuschauer bekamen ein hochklassiges und ausgeglichenes Finale zu sehen, in dem sich der VfL am Ende durchsetzen konnte. Für die Wolfsburgerinnen bedeutete das den Gewinn der Deutschen Clubmeisterschaft 2026.
Bei den Herren verteidigte der BSK Finale Kassel seinen Titel erfolgreich, musste dafür aber bereits im Halbfinale hart arbeiten. Gegen den TSV Chemie Premnitz fiel die Entscheidung erst im vorletzten Baker-Spiel. Die Premnitzer verpassten zwar das Finale, sorgten anschließend aber trotzdem für Schlagzeilen. Die Bronzemedaille wurde gemeinsam mit den mitgereisten Fans ausgiebig gefeiert – und die Stimmung war mindestens meisterschaftswürdig.
Im zweiten Halbfinale setzte BK München ein starkes Ausrufezeichen. Trotz des Ausfalls zweier Leistungsträger dominierten die Bayern ihre Begegnung gegen BC Strike 99 Eisenhüttenstadt und sicherten sich frühzeitig den Finaleinzug. Damit stand zugleich fest: München hatte endlich wieder eine Medaille in der Bundesliga gewonnen.
Im Endspiel erwies sich Kassel jedoch als zu stark. Die Nordhessen kontrollierten die Partie frühzeitig und machten die Titelverteidigung bereits vor den letzten Spielen perfekt. Mit einem klaren 18:6-Erfolg blieb der Meistertitel erneut in Kassel.
Auch in den Aufstiegsspielen wurde bis zuletzt um jeden Punkt gekämpft. Bei den Damen bestimmten die B1 Bowler Schöneiche den Wettbewerb von Beginn an und sicherten sich verdient den Aufstieg. Dahinter setzte sich BC Blau Gelb Frankfurt im direkten Duell gegen Cosmos Stuttgart durch und durfte ebenfalls jubeln.
Bei den Herren gelang der Bowling Crew Berlin die Rückkehr in die 1. Bundesliga. Mit vielen jungen Spielern im Team setzte sich die Mannschaft von Coach Mario Lippold früh an die Spitze und ließ nichts mehr anbrennen. Spannend blieb dagegen der Kampf um den zweiten Aufstiegsplatz. Hier hatte der BSV 2000 Oldenburg im direkten Duell mit Blau Weiss 84 Stuttgart das bessere Ende für sich und kehrt nach nur einem Jahr „Auszeit“ in die höchste Spielklasse zurück.
Mit dem Meistertitel für den VfL Wolfsburg, der erfolgreichen Titelverteidigung des BSK Finale Kassel und vier glücklichen Aufsteigern endete ein Bundesliga-Finale, das Werbung für den Bowlingsport machte und den zahlreichen Zuschauern in Leipzig noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.
Hier alles weitere zum Bundesliga-Finale 2026
(alle Ergebnisse und Bilder, Starter/Teams, Informationen)
Fotoserien
Bundesliga-Finale 2026 in Leipzig (SA, 30. Mai 2026)













